Dienstag, 12. April 2016

Alltag und Hund - Frauke und Mina

Nach über einem Monat unfreiwilliger Blog-Pause komm ich endlich wieder dazu, Hoflove mit neuem Lesestoff zu füllen. Und weil ich noch so viele Alltag und Hund-Posts hier liegen habe, die ich euch ganz ganz dringend noch an die Hand geben muss, fangen wir genau damit wieder an. :-)
Los gehts!

Hund und Alltag unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach. Je nach Rasse, Alter und Charakter braucht der geliebte Vierbeiner viel Aufmerksamkeit, Bewegung, Beschäftigung und (ganz logisch) Liebe.

In meiner neuen Reihe "Alltag und Hund" möchte ich euch Menschen vorstellen, die die Herausforderung alle auf ihre ganz eigene Art und Weise meistern.
Dieses Mal erzählt uns Frauke, wie sie ihren Alltag mit Mina meistert.
Die liebe Frauke ist eine ganz wunderbare Blogger-Kollegin und Mit-Blogowksi, die auf ihrem Blog Fräuleins wunderbare Welt beneidenswert offen und mit viel Selbstverstand über sich, über Mina und ihr Leben berichtet. Aber natürlich kommt der Pott auch nicht zu kurz, denn sie stammt, wie ich auch, aus dem Ruhrgebiet und berichtet daher immer mal wieder von den wunderschönsten Gassi-Routen und Plätzen, die man vor allem rund um Dortmund so findet. Ich kann euch ihren Blog daher nur allerwärmstens ans Herz legen. Und natürlich auch den folgenden Text.
Viel Spaß! 

Mina ist vor mittlerweile 2 Jahren in mein Leben getreten. Damals hatte ich mir überlegt, dass ein Hund sehr gut in mein Leben passen würde, weil ich viel und gerne draußen unterwegs bin. Außerdem habe ich vor 3 Jahren meine Stunden in der Arbeit auf eine 3/4-Stelle reduziert, sodass sich auch mein Arbeitsalltag bzw. die Stunden außer Haus ohne Hund gut überbrücken lassen. 




Während die Idee noch in mir reifte, beschloss ich, mich nach meiner Reha (http://fraeuleinswunderbarewelt.blogspot.de/2015/01/vor-einem-jahr.html)
in Tierheimen umzuschauen, ob es dort jemand passendes für mich gäbe. Von dieser Idee erzählte ich einer Freundin (http://coco-lores.blogspot.de/). Die griff direkt zu ihrem Smartphone, wühlte darin herum und hielt mir erwartungsvoll ein Foto einer blonden, etwas zerzausten Hundedame hin. Frühere Studienfreunde von ihr hatten nämlich gerade eine Hündin zur Pflege und mussten sie in einigen Wochen wieder abgeben, weil der Tierschutzverein sie nach 3 Monaten weitergeben wollte. Nur die passende End-Vermittlung fehlte halt noch und so hatten die zwei Pflegeeltern das Foto auf Facebook geteilt. Als ich das Foto sah, fing ich an zu quietschen (das tue ich manchmal instinktiv, wenn mich etwas sehr sehr erfreut) und mein ungefährer Wortlaut war: „Das ist meine!!!!“ Hört sich sehr bescheuert an, aber ich wusste sofort, dass das der passende Hund für mich ist. Das erste Kennenlernen in Echt überzeugte mich dann 100 %ig und mein Herz war verloren ;-) Das ganze Hin und Her mit dem etwas, nun ja, unseriösen Tierschutzverein erspare ich euch an dieser Stelle (Die Pflegeeltern hatten auch das erste Mal einen Pflegehund über diesen Verein und waren selbst sehr „erstaunt“, was dieser Verein so alles macht oder auch nicht und wie er sich verhält...). Nach der Reha war auf jeden Fall alles soweit, dass Mina bei mir einziehen konnte!



Die Zeit dafür war perfekt: während meiner Wiedereingliederung in das Arbeitsleben konnte Mina sich langsam ans Alleinbleiben gewöhnen und mir hat sie viel Kraft gegeben, um langsam wieder arbeiten gehen zu können. Die Stunden mit ihr drinnen, aber auch gerade die Stunden draußen in der Natur waren die beste Unterstützung, die ich mir vorstellen kann.



Anfangs bellte sie sehr viel. Sobald jemand im Treppenhaus war oder auch bei etlichen Sachen auf der Straße. Aber mit der Zeit hat sich das gelegt und sie hat mich als Aufpasser und Beschützer akzeptiert. In den zwei Jahren, die sie nun bei mir ist, sind wir immer näher aneinander gewachsen und haben viel voneinander gelernt. Gerade die Körpersprache wird für uns immer lesbarer, sowohl für sie, aber auch gerade für mich.



Im Alltag ist Mina tagsüber daheim, während ich arbeiten gehe. Morgens haben wir unsere Rituale (frühstücken (sie und ich), duschen (ich), Hunderunde (wieder sie und ich)) und dann stecke ich ihr ein Stück Hundewurst in eine alte Klopapierrolle. Die Enden der Rolle drücke ich zu und gebe sie ihr zum Abschied. Sie freut sich jeden Tag darauf: sobald ich in die Richtung der gesammelten Klopapierrollen gehe, vollführt sie Freudentänze :-) Während ich die Wohnungstür hinter mir zu ziehe, ist sie schon damit beschäftigt, die Wurst aus der Rolle zu bekommen. Damit ist sie eine ganze Weile beschäftigt und hat dann sogar noch eine sehr leckere Belohnung. Während ich arbeite, legt sie sich aufs Sofa oder auf ihr Schlafkissen und schläft. Sie schläft sehr gerne und sehr lange und sehr viel. Wenn ich dann nachmittags von der Arbeit komme, streckt und dehnt sie sich genüsslich, nach all den Stunden des Schlafens :-) 






Unsere Hunderunden variieren. Je nach Zeit, Tageslicht und Wetterlage machen wir entweder überschaubare Runden auf beleuchteten Wegen oder größere Runden in der Natur (Wald, Feld, Kanal...). Mina kann stundenlang rumtollen, mit sich selbst Wettrennen veranstalten und durch matschige Pfützen sprinten. Sie nimmt aber auch sehr viel über die Nase wahr. Unsere Hunderunden, wo sie an der Leine ist, sind deshalb auch alle paar Meter unterbrochen und wir bleiben stehen, weil Mina erst mal ausgiebigst alles beschnüffeln muss! Durch sie lerne ich immer wieder neue Ecken kennen und nehme sie dann auch noch ganz anders wahr, als ohne Hund. Sie lehrt mich immer wieder, auch die kleinen Dinge zu beachten und wahrzunehmen. Allein was es draußen alles zu hören gibt, egal wie vermeintlich still es in der Natur gerade ist!



Mina begleitet mich aber nicht nur im Alltag, sondern auch im Urlaub. Während ich früher fast nur Urlaube mit Rad und Zelt gemacht habe, musste ich das sehr schnell umstellen, als Mina kam: sie mag keine Fahrräder bzw. keine Fahrradanhänger. Ich habe lange und in kleinen Schritten mit ihr geübt. Sowohl in einem Hundeanhänger, als auch an der Leine neben dem Rad. Aber das ist nix für sie. Sie wird dann hektisch, bekommt die Außenreize nicht verarbeitet und steht völlig neben sich. Deshalb habe ich meine Urlaube etwas umgestellt: wir gehen Campen und Wandern. Das ist perfekt für sie und auch für mich. Im Zelt ist sie bisher immer noch sehr unruhig gewesen, weil sie zu viele unbekannte Geräusche von außerhalb der Zeltplane hört und nicht einordnen kann. Campen im Auto klappt da schon viel besser! Aber das Zelten wird in diesem Sommer nochmal geübt ;-) 




Generell ist Mina überall dabei, wo ich auch bin. Klar, die Arbeit bildet hier eine Ausnahme und natürlich Lebensmitteleinkäufe. Wenn ich mich mit Freunden verabrede, treffen wir uns meistens auch so, dass Mina dabei sein kann. Und wenn die äußeren Umstände das doch einmal nicht zulassen, richte ich meinen restlichen Tagen so ein, dass sie nicht zu kurz kommt und genügend Zeit mit mir verbringt. Während ich dann ohne sie unterwegs bin, legt sie sich genüsslich hin und schläft erst mal eine ordentliche Runde :-)


Mina ist ein sehr toller Hund und wir ergänzen uns von unseren Wesenszügen sehr gut. Mein erstes erfreutes Quietschen, als ich das Foto von ihr sah, war also mehr als berechtigt! Mittlerweile kann ich mir einen Alltag ohne sie gar nicht mehr vorstellen!

Kommentare:

  1. Ach, Mina ist eine Süße! Ich durfte sie ja schon kennen lernen und hab sie gern geknuddelt! ♥

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  2. Vielen Dank, dass ich bei deiner Reihe mitmachen durfte :-)
    Liebe Grüße,
    Frauke

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  3. Mina ist die Beste! (Nicht nur, weil wir die gleiche Frisur haben ��)

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  4. Hallo ihr!
    Mina ist wirklich zuckersüß und es ist ein großes Glück, dass sich Mina und Frauke gefunden haben. Die Reihe finde ich sehr interessant, auch ohne Hund. So ganz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, meinen Mann irgendwann überzeugen zu können ;-)
    Liebe Grüße, Kirsten

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  5. Ach herrlich!
    Liebe Grüsse Alizeti

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  6. Ich bin auch ganz verliebt in Mina und Fraukes Blog lese ich auch sehr gerne. Selten findet man Blogs auf denen die Menschen einfach mal sagen wie es ist und nicht wie es andere gerne lesen würden. LG Nina

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Tausend Dank für deine Worte! :-)